Phronetische Kunsttherapie:

Sie ist eine Therapieform, die sich sowohl an der Tiefenpsychologie orientiert, wie an systemischen Grundlagen der Selbst- und Beziehungsgestaltung, sie verknüpft Erfahrungen mit kognitiven Modellen, forscht nach der künstlerischen Sprache und sieht die Selbsterkenntnis als Grundlage in liebevoller therapeutischer Begegnung.

In der Phronetischen Kunsttherapie wird unter anderem mit den Mitteln der bildenden Kunst gearbeitet. Dabei geht es nicht darum, dass Kunst im Sinne des Kunstmarktes und dessen Wettbewerbs entsteht, es geht um die wunderbaren Möglichkeiten des Gestaltens, des Ausdruck- Findens. In weiterer Folge um den eigenen Einblick in den Ausdruck und das alles immer im Rahmen einer liebevollen therapeutischen Begleitung.

Wir begegnen uns selbst.
Und darum geht es, nicht um Interpretation, sondern um Selbstbegegnung, um Selbstverständnis um ein JA zu sich SELBST.

In den Gestaltungen findet sich immer das Problem (Blockaden, alles was uns hindert oder sogar erstarren lässt), wie auch die Lösungsmöglichkeiten. Neue Sichtweisen und Einblicke sind möglich. Damit wird die persönliche Entwicklung gefördert und die Lebensbewegung neu angestoßen. Sie, nämlich die Lebensbewegung, kommt wieder in Fluss. Neues, was bedeutet bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht Erkanntes, wird möglich. Bis dahin im besten Sinn des Wortes „ ungeahnte Lösungsmöglichkeiten“ werden ahnbar, immer konkreter und schließlich fassbar. Gestalten bedeutet konkretes Handeln im Jetzt, auch, wenn es sich auf die Vergangenheit bezieht, in die wir auch schauen, auch um dort Ursachen aufzuspüren, um uns von diesen schließlich wieder zu lösen.